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Bologna 1666


Harmonia Mundi feiert Bologna mit Julia Schröder


Repubblica.it: il quotidiano online con tutte le notizie in tempo reale.15 marzo 2017

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Shakespeare Ode

Les Passions de'l Ame - Solomons Knot


Das Konzert vom 12.05.16 im Kulturcasino Bern,

unter Leitung von Julia Schröder und Jonathan Sells


Kritik Von Stefan Bucher  -  Der Bund am 14.05.2016


..... Es ist die zweite Zusammenarbeit zwischen dem Berner Barockorchester und dem britischen Kollektiv, und jede musikalische Bewegung zeugt von der Freude an dieser Kooperation. Angefangen bei der Ouvertüre, einem Panoptikum melodischer Ideenvielfalt, die den organischen Klang, die dynamische Differenziertheit und rhythmische Präzision der Passions zur Geltung bringt.

Als Gastleiterin agiert die Violinistin Julia Schröder mit enormem Gespür für kompositorische Subtilitäten wie das federnde Menuett, das zu Linleys Zeiten jedes Publikum von den Sitzen gerissen hätte. Derweil staunt die heutige Zuhörerschaft, als sich acht dunkel gewandete Figuren durch den Saal in Richtung Bühne schlängeln, um dort mit fabelhafter stimmlicher Präsenz den ersten Chor zu intonieren.....

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Sacred Duetti


Das Konzert in Villingen-Schweningen

Kritik von Siegfried Kouba  - Schwarzwälder Bote am 18.03.2016


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….
Anspornender Motor war Konzertmeisterin und Leiterin Julia Schröder. Sie überzeugte nicht nur mit ihren virtuosen Solobeiträgen, sondern sorgte mit Verve für passende Tempi und dynamische Präzision. Das Ensemble entpuppte sich als homogenes Instrumentalphänomen, das bereits mit der Ouvertüre zum Oratorium "All martirio di S. Adriano "von Francesco Antonio Pistocchi den Zuhörer ansprach. Schnelle und langsame Passagen wurden zu einem durchgängig perfekten Band geknüpft. Ganz auf die Konzertmeisterin zugeschnitten waren die Konzerte, wie das Concerto per violino, archi von Girolamo Nicolò Laurenti......



Geistliche Stoffe in sinnlichen Tönen mit „Sacred Duetti“

in der Landauer Festhalle


Kritik von Karl Georg Berg - Pfälzer Tageblatt - 18. März 2016


.....Ganz fulminant spielte in allen Stücken das in Landau schon oft gehörte Kammerorchester Basel, angeführt von Konzertmeisterin Julia Schröder. Diese animierte ihr Ensemble zu einem technisch brillanten und ungemein energiegeladenen, impulsiven Spiel. Zugleich brillierte sie in der Art einer barocken Teufelsgeigerin mit sagenhafter Virtuosität und zündendem Feuer in Konzerten von Laurenti, Torelli und Zavateri. Auch diese waren bislang wenig bekannte Perlen der Musik des 18. Jahrhunderts

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Kammerorchester Alla Bolognese

Die Oberbadische, 03.02.2016


Bologna im 17. Jahrhundert war eines der wichtigsten Musikzentren Italiens und regelrecht eine Hochburg der barocken Violinkunst. Entstanden sind eine Reihe virtuosester Violinkonzerte von heute zumeist in Vergessenheit geratenen Meistern. Vom Kammerorchester werden diese wieder zu neuem Leben erweckt.

Den immensen technischen Herausforderungen, die diese Konzerte dem Solisten stellen, wird Julia Schröder mit gewohnter Leichtigkeit und Esprit begegnen. Das für seine barocken Einspielungen vielfach preisgekrönte Ensemble nimmt für Sony Classical das Konzertprogramm in der Martinskirche im badischen Müllheim vom 10. bis 12. Februar auf.    

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Généreuse et fascinante Cecilia

Tournée « Mission » de Cecilia Bartoli,

Le 18.12.2012 sur www.classictoulouse.com

Acclamée comme un rocker par une Halle aux Grains enthousiaste, la grande Cecilia Bartoli reçoit, ce 18 décembre, une ovation debout à l’issue de son concert toulousain donné dans le cadre de Grands Interprètes. Elle vient de fasciner un public ébahi avec un programme de musique baroque rarissime qu’elle-même a tout récemment sorti de l’oubli et dont elle a réalisé un très bel album CD. La cantatrice romaine redonne ainsi vie aux arias d’un certain Agostino Steffani, sorte de chaînon manquant entre Monteverdi et Vivaldi. Un nom qui grâce à elle vient d’émerger de l’anonymat pour le bonheur des mélomanes.

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Cecilia Bartoli est ici brillamment accompagnée par le kammerorchesterbasel, dirigé depuis son violon par la très volontaire et musicienne Julia Schröder : un très bel orchestre jouant, comme il se doit, sur instruments anciens, et composé de musiciens de grands talents dont il faut saluer les performances individuelles autant que celles de l’ensemble.




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„Das musikalische Selbst

im Weltenbild“

Meininger Tagblatt - Freitag 25.05.2012,
über das Brahmskonzert vom 13.05.2012 mit Julia Schröder

Das sechste Sinfoniekonzert der Meiniger Hofkapelle war ganz von der eigenen Geschichte inspiriert: Auf dem Programm standen Werke, deren Komponisten in Meiningen lebten und wirkten. (...)
 
Brahms Violinkonzert ist auch durch die junge, energiedurchstömte Julia Schröder und den häufigen Blickkontakt mit ihr suchenden Dirigenten und seinem Orchester als das dargeboten worden, was es ist – ein unvergleichlich schönes sinfonisches Musizieren, in das sich die Sologeige auf ganz besondere Weise einfügt und in dem der Oboe ganz besondere Melodien gewidmet sind.

Sanft kam das Hauptthema des 1. Satzes in den Bratschen, den Celli, fagotten und Hörnern, lieblich in der Oboe. Wirklich spannend machte es die Solistin; denn sie reizte ihren Part voll aus – überaus zärtlich , die Länge des Bogens bis zum letzten Millimeter benutzend, kamen die Legati geradezu robust, hart am Frosch arbeitend, die kraftvollen Doppelgriffe in der Kadenz.

Über 30 lange Takte hatte die Solistin zu warten (...) bis sie sich liebevoll in den Gesang der Bläser einbringen durfte.

Im Schlusssatz konnte sie dann im Rondo mit seinem ungarischen Thema ungeheuer kraftvoll und doch federnd agieren. Herrlich, wie sie per Zugabe Johann Sebastian Bach ausformulierte! 


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"Das geht ins Bein",

das Kammerorchester Basel bei Pro Musica im NDR

Hannoversche Allgemeine, Kritik vom Konzert am 09.10.2011

 .... die temperamentvolle und zielstrebige Geigerin Julia Schröder animierte ihre Kollegen zum punktgenauen Musizieren, Béla Bartòks "Rumänische Volkstänze" erklingen zum Auftakt des Konzerts mitreissend: das geht ins Ohr und in die Beine.

Zum Abschluss des Konzerts zeigen die Musiker dann, dass bei Bartòk das Unterhaltsame einen doppelten Boden haben kann: Bartoks Divertimento für Streichorchester ist ansprechend und anspruchsvoll. Die Streicher haben das eindrucksvoll im Griff - und die schroffen Geigenakzente schneiden tief in die verschatteten Klänge des Molto Adagio. Konzertmeisterin Julia Schröder sorgt für Dynamik und Emphase, behält aber immer den Überblick. Das hat Format.
..... 


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"Wohlklang in bestem Klima"

Händel-Festspiele, Konzert vom 05.06.2011

von FRANZ WERFEL - MItteldeutsche Zeitung - 06.06.2011

HALLE (SAALE)/MZ.  "Herr Händel hat es richtig gemacht, als er in sein Haus eine Klimaanlage einbauen ließ", witzelte die Violinistin Julia Schröder im Kammermusiksaal des Händel-Hauses. Da lagen eine Händel-Sonate sowie Antonio Montanaris anspruchsvolle 1. Sonata in e-Moll hinter ihr.

Mit ihrem Ensemble, das sich aus dem Cellisten Christoph Dangel, dem Lautisten Daniele Caminiti und dem Cembalisten Giorgio Paronuzzi zusammensetzt, präsentierte sie ein abwechslungsreiches Programm, das nicht nur Violinkompositionen von Georg Friedrich Händel und Antonio Montanari zu Beginn des 18. Jahrhunderts vorstellte, sondern den Blick auch nach Dresden und Wien richtete. Im Mittelpunkt stand freilich der Festspielpatron mit vier seiner Violinsonaten, die die beiden Konzertteile rahmten. Beeindruckend, wie harmonisch und konzentriert die vier Musiker zusammenspielen. Allein einige Allegro-Läufe kamen etwas schwerfällig daher. Dass sie auch die Leichtigkeit mühelos beherrscht, bewies Julia Schröder in Montanaris Sonate.

Der italienische "Teufelsgeiger" komponierte für Solovioline mit einfacher Cembalobegleitung, die den Solisten noch stärker als bei Händel in den Vordergrund rückt. In irrwitzigen Tempi ließ Julia Schröder bravourös erahnen, zu welcher Verzierungskunst es der Hochbarock gebracht hatte. Ihre wohl beste Interpretation brachte Julia Schröder direkt nach der Pause mit Händels d-Moll-Sonate. Dabei zeigte sie mit ihrem Ensemble Anklänge an südländischen Barock auf und vermochte diese "fremden" Töne wunderbar in den gewohnten Klang zu integrieren.

Schließlich ließ Daniele Caminiti das Präludium Nr. 3 für Theorbe solo des Dresdner Lautenisten Sylvius Leopold Weiss erklingen, nachdem er - wie so oft an diesem Konzertnachmittag - seine Barocklaute nachgestimmt hatte: "Man sagt, Lautisten verbringen eine Hälfte ihres Lebens beim Stimmen und die andere Hälfte beim Spielen - ungestimmt".


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Haydn und der Urlaubswunsch

Musikalische Akademie

Konzert des KOB am 01.02.2011
unter Leitung von Julia Schröder


WÜRZBURG Einen stilvollen Auf- tritt legte das kammerorchesterbasel unter Konzertmeisterin Julia Schrö- der beim 4. Meisterkonzert der Musi- kalischen Akademie im bestens be- suchten Großen Saal der Musik- hochschule Würzburg hin. Höhe- punkt war Mozarts beliebtes G-Dur- Violinkonzert mit der Ensemble- Chefin als Solistin. Julia Schröder brillierte in den Ecksätzen mit einer wohldurchdachten plastischen Ge- staltung. Sie fand Humor in den Mo- zart’schen Noten und setzte auf kräf- tige Kontraste in Sachen Lautstärke und Phrasierung. Im langsamen Satz kostete sie das melodische Potenzial aus, ohne in Kitsch abzugleiten. Bis auf wenige intonatorische Unsicher- heiten zu Beginn dieses Adagios ver- mochte die Solistin zu überzeugen.

Musiker verlassen das Podium

Dass ihre Stärke insbesondere in der Orchesterleitung liegt, bewies die Geigerin nicht nur bei Mozart, wo sie neben ihren Aufgaben als Solistin mühelos als Dirigentin den Orches- termusikern die Einsätze gab. Vor al- lem in Haydns berühmter „Ab- schiedssinfonie“ glänzte das Kam- merorchester mit packendem Vor- trag. Herausragende Leistungen bo- ten Oboen und Hörner. Mit Charme und Witz trugen die Musiker diese Sinfonie vor, deren besonderer Gag darin besteht, dass im letzten Satz üblicherweise ein Orchestermusiker nach dem anderen das Podium ver- lässt, bis am Ende nur noch zwei So- logeigen übrigbleiben. Kapellmeister Haydn soll damit auf Schloss Ester- ha ́zy dem Urlaubswunsch der Instru- mentalisten Nachdruck verliehen haben. Der Urlaub soll anderntags sofort bewilligt worden sein.

Ob Wahrheit oder Legende – die Sinfonie ist eine großartige Kompo- sition. Zumindest wenn sie so schlüssig gespielt wird wie vom Kam- merorchester, das zudem noch die 3. Suiteder„AnticheDanzeedArie“ des Nachimpressionisten Ottorino Respighi reizvoll und elegant darbot. 


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Die Kunst mit Augen zu dirigieren

Kammerorchesterbasel unter Leitung von Julia Schröder

bei den Europäischen Wochen Passau, 22.06.2010

Und nun? Das besondere Glück dieses Konzerts liegt darin, dass das perfekt auf die Solistin eingespielte Kammerorchester Basel ohne sie genauso faszinierende Musik macht. Am Ende in Mozarts effektgeladener Pariser Sinfonie Nr. 31 in D-Dur und noch viel mehr gleich zu Beginn in Haydns 44. Sinfonie in e-Moll. Das sehr jung und sehr weiblich besetzte Orchester spielt mit einer seltenen Brillanz, dermaßen frisch, homogen und mit einer Gestaltungskraft, dass blind wohl niemand vermuten würde, hier stünde niemand am Pult. Die Konzertmeisterin Julia Schröder, 1978 in Straubing geboren, leitet ihre Kollegen mit ihrem Körper, ihrem Kopf, ihren Augen. Mit einem Blick dirigiert sie mehr als mancher Kollege mit viel Gefuchtel an einem ganzen Abend.

Augen suchen und finden sich, es wird gelächelt im Orchester. Nicht zu Marketingzwecken, sondern aus purem Vergnügen am Werk und ihrem eigenen Können. Diese Musiker haben sich die Mühe gemacht, kleinste Motiveinheiten auszuarbeiten und Sinngehalt in Klang zu übersetzen, hier fahl, da drohend, dort jubilierend, überall klar und dezidiert. Gerade in den Streichern ein Klang wie Samt. Nicht nur flauschig, sondern mit Kontur. Eine mutige Klangkultur. Ein Rausch aus Schönheit, Energie und Glück für alle Hörer. 
 

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Eine Geigerin mit vielen Facetten

von Patricia Hofmann - Fachzeitschrift Rhythmik Schweiz

Nr. 16.11.2009,


Patricia Hofman wollte mehr über die Arbeit von Julia Schröder wissen und fragte sie, ob sie bereit wäre für ihre Fachzeitschrift ein Interview zu geben.

Lesen Sie, was Julia Schröder an ihrem Beruf reizt, wie sie zu ihren Engagements kommt oder welchen Musikstil sie bevorzugt. 

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Julia Schröder als Solistin

mit Beethoven`s Violinkonzert

Kritik aus der Badischen Zeitung
über das Konzert in Schopfheim
am 03.11.2009

 (...) Als Violin-Solistin stand Julia Schröder auf der Bühne, die Konzertmeisterin des Kammerorchesters Basel, die in diesem Jahr erfolgreich mit Star-Sängerin Cecilia Bartoli auf Tournee war. Schröders Beethoven-Spiel gefiel durch Wärme, Klangsinnlichkeit und Intensität, einen wunderbar blühenden, aber schlanken Ton und eine schöne Reife der Gestaltung. Die enormen Schwierigkeitsgrade in diesem Violinkonzert, das als wahrer Prüfstein gilt, waren ihr weder technisch noch interpretatorisch anzumerken. Vielmehr spielt die Geigerin so entspannt und atmend, mit beweglicher Phrasierung, als bereiteten ihr die technischen Anforderungen keinerlei Mühe. Wie sie in den lyrisch entrückten Passagen die Geige singen lässt, die melodischen Bögen spannt, den Geigenklang zum Schweben bringt, war von großer Subtilität. Fesselnd und sicher gestaltet Julia Schröder die Kadenzen und es hat energischen Schwung und etwas frei Aufschwingendes, wie sie das Schluss-Rondo angeht. Das Orchester begleitete aufmerksam, griff die entrückte Stimmung im Larghetto im sanglichen Spiel der Streicher, Holzbläser und Hörner feinhörig auf. Schön war auch, wie die Solovioline einmal vom Pizzicato der Streicher sanft begleitet wird. 


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Cover von Radio Magasin

Ausgabe August 2009

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Aufgepasst auf Julia Schröder!

www.elnortedecastilla.es - 13.02.2008


Cecilia Bartoli, die Mezzosopranistin, war nicht die einzige Frau auf der Bühne die glänzte. Aufgepasst auf Julia Schröder, Geigerin und Leiterin des kammerorchesterbasel, einer glänzende Gruppierung die einige der besten Momente der Nacht angeboten hat.  


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Rrrrrataplan

Cecilia Bartoli und Julia Schröder im Stadtcasino Basel

Basler Zeitung - 14.01.2008

 Ein weitere Höhepunkt war die grosse Konzertarie "Infelice" von Mendelssohn, in der die samtweichen Höhen von Cecilia Bartolis makellos geführter Stimme und das innig umschmeichelnde Violinsolo von Konzertmeisterin Julia Schröder aufs Schönste harmonierten...

Nach zwei Zugaben, darunter das köstliche "Rataplan" mit Militärtrommel von Malibran selbst, musste Cecilia Bartoli die Konzertmeisterin an der Hand hinausführen, um dem Publikum zu verstehen zu geben, dass das Konzert zu Ende sei. 



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"Nicht von dieser Welt"

Kritik nach dem Konzert in Luxemburg, "Der Volksfreund"

von Dieter Lintz

Auch in Luxemburg wurde ihr Auftritt zum Triumphzug: Koloratur-Sängerin Cecilia Bartoli, begleitet vom Kammerorchester Basel, brachte mit ihrem Programm "Sacrificio" die Philharmonie zum Toben. Die Sängerin wurde gefeiert wie ein Popstar.
......
Das steht im reizvollen Kontrast zur Abteilung Attacke, wenn die Bartoli im prächtigen Fantasie-Aufzug der Kastraten (denen das Programm gewidmet ist) auf die Bühne stürmt, angefeuert und beseelt von einem Klangkörper (Leitung: Julia Schröder), der Präzision und Prägnanz miteinander verbindet. Bei den 25 Musikern des Baseler Kammerorchesters vibriert die Spannung, bleibt nichts im Ungefähren.

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Es stürmt und drängt

www.stuttgarter-zeitung.de

Zu Ehren des Alten Fritz spielt das FBO im Mozartsaal auf.

 Feste muss man feiern, wie sie fallen. Auch das Freiburger Barockorchester (FBO) kommt nicht um ein Geburtstagsständchen für den Preußenkönig Friedrich II. umhin, dessen 300. Geburtstag heuer den Festkalender bestimmt. Zum Auftakt des jüngsten Abokonzerts im Mozartsaal gab es die Friedrich- Ouvertüre- D-Dur zu „IlRe Pastore“. Ein bisschen formelhaft, konventionell in Stil und Harmonik ist der kleine Drei-Sätzer, aber das FBO macht daraus eine in Hochgeschwindigkeit vorgetragene Studie in Sachen lebenspralle historische Aufführungspraxis. Vor allem der Einsatz von Julia Schröder am Konzertmeisterpult macht sich dabei äußerst positiv bemerkbar. Die Geigerin, die sonst das Kammerorchester Basel anführt, belebt den Musiziergestus der Freiburger ganz entschieden, was auch dem überschaubaren Flötenkonzert G-Dur von Johann Joachim Quantz entgegenkommt ...

... – und das FBO erfüllt das mit großer Lebendigkeit und musikalischem Draufgängertum, die auch der größer dimensionierten, an Überraschungen ebenso reichen „Feuersinfonie“ in A-Dur von Joseph Haydn gut zu Gesicht steht. Bis in die letzten Verästelungen bebt unter der temperamentvollen Ägide Julias Schröders diese Musik mit ihren Signal-Motiven und ihren auch derb daherkommenden Tanzrhythmen, in denen vor allem die Bläser an Eigenständigkeit gewinnen. Großer Jubel.
 

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Preußischer Esprit

www.badische-zeitung.de 

Das Freiburger Barockorchester huldigt Friedrich dem Großen ... Und er hätte seine Freude daran gehabt, mit wie viel Esprit die Freiburger sich seines Werkes annahmen, die unter der Leitung einer mitreißenden Julia Schröder aufspielten. Der Orchesterklang – Streicher mit Flöten und Oboen – ist noch barock gefärbt, Witz funkelt in den launigen Vorschlägen des Finales. Und als Mittelsatz steht ein bezaubernd ausgestaltetes Flötenduett in Moll (Karl Kaiser und Anne Parisot) zu unisono begleitenden Geigen. Zwei weitere Stücke illustrierten die Musikkultur am Hof des kunstsinnigen Königs: ein Flötenkonzert von Johann Joachim Quantz und eine Sinfonie von Carl Philipp Emanuel Bach, der Kammercembalist in Berlin war...

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Königlicher Musikalischer Wettstreit

Konzert des Freiburger Barockorchesters in der Liederhalle

 ... Friedrich II. war als Monarch nicht nur ein „roi historien“, sondern auch ein „roi musicien“. Sowohl der Preußenkönig als auch seine politische Gegenspielerin Kaiserin Maria Theresia von Österreich hatten eine professionelle Musikausbildung. Der Alte Fritz – das zeigte gleich zu Beginn seine Ouvertüre D-Dur – war mehr als ein harmloser Musenkönig. Das Programm des Freiburger Barockorchesters (FBO), erstmals unter der Leitung der temperamentvollen Baseler Konzertmeisterin Julia Schröder, widmete am Sonntag im nicht ganz vollbesetzten Mozartsaal der Stuttgarter Liederhalle eine Konzerthälfte Friedrich dem Großen, die andere Maria Theresia ... 
 

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Alles unter einen Hut gebracht

www.esslinger-zeitung.de

300 Jahre Alter Fritz: Das Freiburger Barockorchester konzertiert im Stuttgarter Mozartsaal

 ... Das Freiburger Barockorchester (FBO) hat dem illustren Monarchen zu Ehren ebenfalls ein Geburtstagskonzert aufgelegt, jedoch mit dem rechten dramaturgischen Augenmaß. Zwar stand der Konzertabend im Stuttgarter Mozartsaal, geleitet von Julia Schröder, unter dem Titel „300 Jahre Alter Fritz“. und am Beginn ertönte die Ouvertüre zur Serenata „Il Re Pastore“, die Friedrich vermutlich anno 1743 schrieb, aber erst 1747 zum Geburtstag seiner Mutter aufführte ...

...In Friedrichs Ouvertüre ging dem FBO hie und da in Sachen Tempo ein wenig der Gaul durch. Dem heiteren, wenngleich artigen Spiel Friedrichs mit kompositorischen Versatzstücken aus der Werkstatt seines Kammercembalisten Carl Philipp Emanuel Bach sollte wohl noch ein wenig Pfeffer beigegeben werden. Auf diese etwas unordentlich aufgemischte ordentliche Musik des Preußenkönigs folgte das Flötenkonzert „Pour Potsdam“ von Johann Joachim Quantz. Dieses Stück, das elegant zwischen italienischem und französischem Stil changiert, spielten die Freiburger mit einiger Delikatesse ... Wieder ganz schön Dampf gemacht haben die Freiburger danach in Carl Philipp Emanuel Bachs C-Dur Sinfonie Wq 174. Die vermaledeit heikel gesetzten Wechsel zwischen Tutti und Concertino saßen akkurat auf dem Punkt. Schön war auch, wie Julia Schröder das FBO anhielt, den zart gesetzten Mittelsatz ganz und gar im Sinne des empfindsamen Stils zu musizieren, eigentlic


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«Mir gefällt die Abwechslung»

Julia Schröder und das kammerorchesterbasel

Von Reinmar Wagner 

«Mir gefällt die Abwechslung»
 
Seit 2003 ist Julia Schröder Konzertmeisterin des kammerorchesterbasel. Sie hat damit die erfolgreichen letzten Jahre des Ensembles wesentlich mitgeprägt. Im Moment probt sie mit dem Orchester intensiv fürs Jubiläumskonzert zu dessen 25. Geburtstag.

«Die Heimat bin immer ich selber.» Ein schöner Satz, gerade für eine junge Künstlerin. Julia Schröder sagt ihn als Erstes auf die Frage, wo sie denn, musikalisch gesehen, am meisten zu Hause sei: im Orchester, als Solistin, in der Kammermusik, bei Jazz oder Tango. «Mir gefällt die Abwechslung», präzisiert die 31-jährige Geigerin. «Ich liebe es, immer wieder vor anderen Herausforderungen zu stehen. Heimat im Sinn von Herkunft ist für mich die Kammermusik: Das Spielen mit gleichwertigen Partnern, aufeinander zugehen, miteinander etwas kreieren.»

Sie habe schon als Kind zu Hause mit ihrem Vater quer durch das Quartettrepertoire gegeigt und bei Walter Levin und Lukas Hagen sehr viel Streichquartett gespielt, erzählt Schröder. «Allein Solokonzerte zu spielen, das wäre mir, obwohl ich es wahnsinnig gerne mache, zu einseitig. Vor allem würde mir die Auseinandersetzung mit Menschen fehlen.» Man sei als Solistin doch sehr auf sich allein gestellt, meint die Violonistin. Das sei es gerade, was ihr an der Position der Konzertmeisterin so gut gefalle: die Auseinandersetzung mit den Fragen «Wie mache ich mich verständlich? Wie motiviere ich?».

IM SANDWICH

Sätze wie aus dem Management-Seminar. Die Position der Konzertmeisterin im Sandwich zwischen Dirigent und Orchester ist tatsächlich äusserst anspruchsvoll – auch wenn der Umgang in der Regel sehr angenehm ist, wie etwa mit Dirigent Giovanni Antonini, den Schröder auch als Stimmführerin in dessen Originalklang-Ensemble Il Giardino Armonico bestens kennt. Mit ihm hat das kammerorchesterbasel einen Zyklus der Sinfonien von Beethoven begonnen. Mit seiner energiegeladenen, kompromisslos neu ausgehörten Auslegung sorgte das Ensemble für ein mittleres Erdbeben in der Musikwelt. «Wir wissen alle, dass wir dasselbe Ziel haben», sagt die Geigerin. «Manchmal bin ich einfach eine Übersetzerin, muss technisch vermitteln, was ein Dirigent in Bildern sagt.» Andererseits seien auch Dirigenten oft dankbar für Hinweise.

Gleichzeitig habe sie die Funktion eines Sprachrohrs des Orchesters und müsse abschätzen, welche Anliegen angebracht seien. «Man muss manchmal auch einen Dirigenten schützen», weiss sie.

Seit 2003 ist Schröder Konzertmeisterin des kammerorchesterbasel. Zuvor spielte sie ein Jahr lang als Tutti-Geigerin im Ensemble mit, und wurde mit der Unterstützung der Kollegen zur Konzertmeisterin gewählt. «Das war kein einfacher Weg, aber am Ende eine tolle Erfahrung. Ich wurde vom Orchester stark gestützt. Aber ich musste für mich selber lernen, meine Stellung zu finden.» Jetzt wirft das Jubiläumskonzert am 13. September mit Pianistin Maria João Pires unter der Leitung von David Stern seine Wellen voraus. Ein sehr traditionelles Programm mit Musik von Mozart und Mendelssohn. «In die Programmation mische ich mich nicht ein», sagt Schröder dazu nur. «Wir wollen halt zeigen, dass wir im traditionellen Orchesterrepertoire auch etwas zu sagen haben.»

LEBENDIGKEIT UND ENERGIE

Die in Niederbayern geborene Geigerin hat in Basel bei Adelina Oprean studiert und sich bei Chiara Banchini ihren Feinschliff auf der Barockvioline geholt. Sie übernimmt auch gerne Verantwortung für die Interpretation, wenn sie das Orchester vom ersten Pult aus ohne Dirigenten anführt. Auch in der kommenden Saison tragen zahlreiche Konzerte den Vermerk «Leitung: Julia Schröder». Eine CD mit Concerti und Ouvertüren von Johann Friedrich Fasch ist kürzlich so entstanden oder das «Malibran»-Projekt von Cecilia Bartoli. «Wir haben eine kammermusikalische Basis, die Lebendigkeit ermöglicht. Wir spielen nie genau gleich, nur schon die Stimmung des Publikums ergibt eine andere Energie.» In der Musik habe vieles mit Energien zu tun, nicht nur mit derjenigen, die schon in der Musik selbst stecke.

VIELSEITIGE SOLISTIN

Mit ihrer Position beim kammerorchesterbasel erschöpft sich Schröders Musikleben bei Weitem nicht. Auf der letzten Tournee spielte sie das Violinkonzert von HK Gruber. Auch als Solistin liebt sie die Abwechslung: «Ich spiele quer durch das Konzertrepertoire und mache gerne auch neue Musik. » Das solistische Spiel erhalte im Moment etwas mehr Gewicht, sagt Schröder. Sie bekomme schöne Angebote. Auch in den häufig gespielten Konzerten liege für sie die Herausforderung darin, das Neue in diesen Werken zu suchen. Es gehe darum, mit dem grossen Wissen, das wir heute über die Spielweisen und ästhetischen Vorstellungen der Vergangenheit haben, immer wieder von vorne mit der Suche zu beginnen. «Die Lebendigkeit der Musik, wie sie damals neu war, sollten wir anstreben und für die Ohren und Empfindungen von modernen Menschen erfahrbar machen.»
 


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